Gisela Gartmair
Im Oktober konnte ich "Rotor Bikes" und "Rohloff" als materielle Sponsoren für meine Teilnahme an der Tour d´Afrique gewinnen. Die Firma "Rotor Bikes", welche Räder aller Art nach Kundenwunsch anfertigt, machte mir das unglaubliche Angebot, in Zusammenarbeit mit "Rohloff", ein Hardtail-Mountainbike für die Tour zu erstellen, welches speziell auf mich (und meine "wahnsinnige Größe" ... ) und auf die schwierigen Anforderungen der Afrikadurchquerung abgestimmt ist.
So fuhr ich letzten Montag zusammen mit meinem Freund nach Leipzig, um mein Rad bei "Rotor Bikes" persönlich abzuholen. Dies waren zwei wirklich schöne Tage!
Nach vielen Telefonaten und Emails lernte ich nun die zwei sehr sympathischen Inhaber von "Rotor Bikes" - Jonas Machalett und Falk Semmler - persönlich kennen. Nach einem interessanten Rundgang in ihrem Laden, der zugleich Produktions- und Werkstätte in einem ist, durfte ich endlich mein neues Bike, welches mein treuer Begleiter für die kommenden knapp 12.000 Kilometer durch Afrika sein wird, bestaunen und zum ersten Mal Probe fahren. - Ein tolles Gefühl! Ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt und komme auch sehr gut mit der für mich bis dato noch ungewohnten Schaltung von Rohloff klar.
Das Bike ist mit Keramik beschichteten Felgen ausgestattet, welche den Verschleiß in sandigen Gebieten auf ein Minimum reduzieren. Zudem wurde die handelsübliche Kettenschaltung komplett durch eine Rohloff Speedhub Getriebenabe ersetzt. Die Lebensdauer der Rohloff Speedhub ist vergleichbar mit einem Autogetriebe. Der sehr geringe Wartungs- und Pflegeaufwand sowie der sehr geringe Verschleiß ist optimal auf die Anforderungen der Afrikadurchquerung by bike abgestimmt und im Vergleich zu herkömmlichen Fahrradschaltungen nicht zu toppen. Auf Scheibenbremsen wurde bewusst verzichtet, da die Erfahrung letztjähriger Tour d`Afrique-Teilnehmer zeigte, dass diese in extrem sandigen und schlammigen Gegenden immer wieder Probleme verursachten.
Die zwei Tage in Leipzig vergingen leider viel zu schnell, aber es hat viel Spaß gemacht! Von "Rotor Bikes" und seinem jungen und sympathischen Team bin ich sehr begeistert! Und von meinem Bike erst recht!! :-)
Bis bald
Eure Gisi
Update vom 18/03/2010 (Ausschnitt aus dem Blog von Gisela)
[...] 2. Eine kleine Lovestory – gewidmet an mein Bike und an die Firmen ROTOR und ROHLOFF!… ich liebe mein Rad, weil ich bislang noch KEINE Probleme mit ihm hatte!
Im Gegensatz zu manch anderen Fahrern habe ich soweit noch keine Schwierigkeiten mit meinen Speichen gehabt. Egal wie sehr ich in Schlaglöcher gerauscht bin, meine Speichen haben bislang alles mitgemacht und ein Achter im Rad ist weit entfernt! Dank der handgefertigten Laufräder von ROTOR, mit den gebundenen und gelöteten Speichen, wurde ich bislang von diversen Problemen verschont.
Auch mit meiner Federgabel bin ich bis dato sehr zufrieden. Besonders seit den letzten Wochen kommt sie verstärkt zum Einsatz und hat auch die größten Schwierigkeiten wie "Dinder Park", die Lava Rock Etappe oder die hohen Bodenwellen, die jeden Fahrer auf dem Bike durchrütteln, problemlos gemeistert!
Ein großer Liebesbeweis geht auch an meine Rohloff Schaltung! Diese erweist sich seit Beginn der Tour als treuer Begleiter und besonders seit den Etappen mit klebrigem Matsch, der vielen Fahrern ein Vorankommen verhinderte, weiß ich sie umso mehr zu schätzen. Zudem habe ich keine Schaltprobleme und ich muss auch keine Schaltung ständig neu einstellen. Mit einer Rohloff Nabe ist man einfach auf der sicheren Seite! Und auch beim Radputzen erweist sie sich als besonders freundlich :-)
Ich möchte auch meine Brems- und Schaltkabel erwähnen. Sie sind immer noch die Gleichen wie zu Beginn der Tour. Dank der speziellen zweifachen Isolierung haben sie sogar die Fahrt auf dem Truck überlebt, als ich damals den falschen Weg im Gelände einschlug und per Auto wieder zurück an die richtige Abzweigung gefahren wurde. Mein Rad hing damals zur Hälfte aus der Ladefläche heraus und meine Kabel am Unterrohr donnerten bei jeder Bodenwelle auf die Kante der Ladefläche. Bei jedem normalen Rad wären die Brems- und Schaltkabel durchgewetzt gewesen, bei meinem Rad war jedoch nur die erste Isolierung angegriffen.
An meinem Rad musste ich bislang lediglich zwei Mal richtig "Hand anlegen". Mein vorderes Kettenblatt hatte nur 44 Zähne und ich musste es durch ein 48er-Kettenblatt austauschen, da mir die Übersetzung im Flachen oder bei leichten Bergabfahrten nicht reichte. Aber das konnte ja keiner ahnen, dass Klein-Gisi ein bisschen mehr Kraft hat. :-) Zum anderen musste ich einmal meine Kette wechseln, da sich ein Kettenglied nach außen gebogen hatte und nicht mehr zu reparieren war. Und abgesehen von meinem Steuersatz, der sich nun nach 5.000 Kilometern gelockert hatte, und den 5 Platten die ich bislang fuhr, gibt es nichts zu berichten! Außer: ICH LIEBE MEIN RAD! (… und mittlerweile bemerke ich, dass bei manchen Fahrern etwas Neid aufkommt!)
Gisela Gartmair beendete die Tour d'Afrique erfolgreich 15.05.2010 und fuhr mit 389:14 Stunden auf Platz 1 in der Frauenwertung und auf Platz 2 der Gesamtwertung.
Mehr zu Gisela Gartmair finden Sie auf www.cycling-for-africa.com