In den meisten Fällen hat Ihr Fahrrad zwei Bremshebel (einzig im Falle einer Nexus 7 Schaltnabe mit Rücktritt haben Sie nur einen Hebel). Der rechte Hebel ist, wenn nicht anders gewünscht, für die Hinterradbremse, der linke für die des Vorderrades vorgesehen.

Dies kann jedoch getauscht werden. Wird der Bremshebel angezogen, ist nach einem bestimmten Hebelweg ein Widerstand zu spüren. Dies ist der sogenannte Druckpunkt, der Punkt, an dem die Bremsbeläge die Felge bzw. die Bremsscheibe berühren. Ab hier verzögert das Rad. Je stärker Sie nun den Hebel weiter anziehen, desto stärker verzögert das entsprechende Rad. Bremsen Sie wenn möglich immer mit beiden Bremsen. Vermeiden Sie ein Blockieren der Räder, dies könnte das Lenken des Rades unmöglich machen.

Eine vorrausschauende Fahrweise kann den Verschleiß von Bremsbelägen und Felgen bzw. Bremsscheiben erheblich verringern. Rollen Sie z.B. an eine rote Ampel heran, nutzen sie den Körper als Bremse, indem sie sich aufrichten und durch den Luftwiderstand abbremsen lassen. Vermeiden Sie das Schleifenlassen der Bremse, bremsen Sie möglichst immer kurz und kraftvoll mit beiden Bremsen, ohne jedoch die Räder blockieren zu lassen. Reinigen Sie bei Felgenbremsen außerdem regelmäßig Felge und Bremsbelag.

Sturzgefahr beim Bremsen!

Scheibenbremsen und andere moderne Bremssysteme haben eine sehr viel höhere Bremskraft, als Sie es unter Umständen gewohnt sind. Bedienungsfehler können zu schweren Stürzen und Verletzungen führen. Machen Sie sich daher mit Ihrem Bremssystem vertraut, üben Sie das Bremsen zunächst bei geringer Geschwindigkeit und auf unbefahrenem Terrain.

Vorsicht auf nassen und glatten Straßen!

Unter solchen Bedingungen können die Reifen beim Bremsen sehr leicht wegrutschen. Bei Nässe ist, außer bei Scheibenbremsen, die Bremswirkung geringer. Bremsen Sie auf nassen Straßen daher vorsichtig, setzen Sie die Fahrgeschwindigkeit entsprechend den Fahr-/ und Bremsverhältnissen herab. Kalkulieren Sie längere Bremswege ein.