Federgabel
Systeme
Abgesehen von ein paar wenigen Mischformen, gibt es folgende Feder-Systeme:
- Stahlfeder/ Elastomer
- Stahlfeder/ Öl
- Luft/ Öl
Rahmengeometrie
Je nach Federweg besitzt die Federgabel ein bestimmtes Einbaumaß (Bauhöhe). Da jeder Rahmen eine gewisse Bauhöhe verlangt, ist es wichtig, dass Rahmengeometrie und Bauhöhe harmonieren. So verlangt z.B. der Rotor Propaganda-Rahmen eine Federgabel mit einem Federweg zwischen 80 – 100 mm. Wenn man trotz dieser Vorgabe eine Starrgabel mit sehr geringer Einbauhöhe montiert, wird der Lenkwinkel zu steil und damit das Fahrverhalten zu nervös. Außerdem kann durch dieses „Tieferlegen“ die Bodenfreiheit verringert werden, was beim Kurvenfahren zum Aufsetzen der Pedale führt. Wenn das Einbaumaß der Gabel zu groß ist, wird der Lenkwinkel des Fahrrades zu flach, was zur Überbelastung des vorderen Rahmendreiecks bis hin zum Bruch führt. Wenn Sie eine Federgabel nachrüsten wollen, ist zu klären, ob die Rahmengeometrie und die gewünschte Gabel zueinander kompatibel sind.
Bremssystem
Alle Federgabeln in unserem Sortiment besitzen eine IS 2000 oder eine Postmount- Scheibenbrems- aufnahme. Bitte beachten Sie, dass das zu montierende Bremssystem kompatibel zur Scheibenbrems- aufnahme ist. Das trifft auch auf V-Brakes und Magura HS 33- Bremssysteme zu. Wenn nicht anders beschrieben, besitzen alle Federgabeln Cantileversockel für V-Brake oder Magura HS 33.
Einsatzzweck
Man kann grob wie folgt unterteilen:
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Cross Country/Marathon:
Einsatz im leichten Gelände, wo sich kleine Hindernisse, wie Steine, Treppen und Wurzeln befinden. CC schließt Sprünge aus einer Höhe über 50 cm aus. CC-Gabeln können nur mit einer Reifenbreite von max. 2,35“ gefahren werden.
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Freeride:
Beim Freeriden trifft man auf größere Hindernisse und führt Sprünge aus mittlerer Höhe aus. Freeride-Gabeln können oft nur mit Scheibenbremsen benutzt werden. Rahmen, Laufräder und andere Anbauteile müssen für das Freeriden geeignet sein.
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Dual/Dirt:
bei diesem BMX oder „Motocross“- Stil wird von natürlichen oder künstlichen Hindernissen gesprungen. Diese Gabeln können nur mit Scheibenbremsen benutzt werden. Rahmen, Laufräder und andere Anbauteile müssen für den Dual/Dirt-Einsatz geeignet sein. City/Tour: Das Fahrrad wird ausschließlich auf befestigten Wegen gefahren, häufig mit Gepäckträger und Schutzblechen. Als Bremssystem kommen fast immer Felgenbremsen zum Einsatz. Die Gabel ist für die Breite einer Straßenbereifung ausgelegt. Um eventuelle Garantieleistungen der Federgabelhersteller in Anspruch nehmen zu können, ist es zwingend notwendig, die Federgabel dem Einsatzzweck ent- sprechend zu wählen.
Beschreibung
Standrohre
Bezeichnet man die eintauchenden Rohre, die von der Gabelbrücke abgehen. Je stärker diese ausfallen, desto mehr Verwindungsteifigkeit besitzt die Gabel.
Tauchrohre
Bezeichnet man die feststehenden Rohre in die das Laufrad eingespannt wird und an dem die Bremse befestigt ist.
Lock Out
Erlaubt das Einstellen der Einfederungsgeschwindigkeit von ganz offen bis komplett gesperrt. Natürlich während der Fahrt. Dies kann geschehen über einen Drehknopf an der Gabelbrücke, der sich stufenlos innerhalb einer180-Grad Drehung verstellen lässt, oder über eine Lenker-Fernbedienung (Pop-Loc). Dies hat den Vorteil, dass man die Gabel weicher einstellen und im Wiegetritt das lästige „Wippen“ blitzschnell abstellen kann.
Druckstufe
Über die Druckstufe lässt sich die Gabel auf das Körpergewicht des Fahrers einstellen.
Zugstufe
Reguliert die Ausfederungsgeschwindigkeit in dem man den Öldurchlauf zwischen zwei Ölkammern über ein Ventil vergrößert oder verkleinert. Dies sorgt für bessere Abstimmung der Dämpfung auf die Fahrbahnunebenheiten.
U- Turn
U-Turn bedeutet, das man über einen Drehknopf an der Gabelkrone eine Federwegsverstellung stufenlos einfach und schnell vornehmen kann.
Positiv-/Negativluftdruck
Über die Positiv-Luftkammer wird die Gabel an das Fahrergewicht angepasst. Die Charakteristik der Federgabel wird durch den Luftdruck in der Negativ- Luftkammer eingestellt. Ein höherer Negativ- Luftdruck macht die Gabel sensibler für kleinere Schläge ohne die Durchschlagsgefahr zu erhöhen. Geringerer Negativdruck lässt die Gabel im Wiegetritt weniger „pumpen“, der nutzbare Federweg bleibt.