Wir bauen dein Laufrad

Qualität statt Quantität – daher setzen wir auf sorgfältige Handarbeit

Die Qualität unserer handgefertigten Laufräder:

Ein gutes Laufrad besteht nicht aus der Summe seiner Einzelteile, sondern die wichtigste Zutat ist die Arbeit, die aufgebracht wurde, um diese Komponenten miteinander dauerhaft zu einem Laufrad zu verbinden. Ein Laufrad, das aus edlen und haltbaren Komponenten besteht, ist noch lange kein gutes und haltbares Laufrad, aber es kann durch einen sorgfältigen Aufbau zu einem solchen werden.

Genauso wie bei den Kompletträdern von Rotor Bikes, so steht auch bei unseren handgefertigten Laufradsätzen die Haltbarkeit an aller höchster Stelle. Um diese Haltbarkeit zu garantieren, werden verschiedene Dinge beim Laufradbau beachtet:

Unsere Laufräder werden ausschließlich unter Benutzung eines Tensiometers gebaut, um eine ausreichend hohe und außerdem sehr gleichmäßige Speichenspannung zu generieren. Des Weiteren werden unsere Laufräder vielfach abgedrückt (vorbelastet), damit die hohe Spannung  auch auf Dauer erhalten bleibt und die Räder untern normalem Einsatz nicht wieder nachzentriert werden müssen. Auf Wunsch bieten wir das Binden und Verlöten der Speichenkreuzungen oder auch eine belastungsgerechte Einspeichung an, welche an der richtigen Stelle Gewicht einspart, ohne die Steifigkeit und Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Wichtig ist uns auch eine sinnvolle Auswahl der Komponenten, die perfekt auf den Einsatzbereich
abgestimmt werden können.

Speichenspannung:

An erster Stelle steht der sorgfältige Aufbau von Hand. Unter Verwendung eines Tensiometers, mit dem die Speichenspannung gemessen wird, wird jede einzelne Speiche auf eine ausreichend hohe Vorspannung gebracht. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass alle Speichen derselben Laufradseite eine möglichst gleich hohe Spannung aufweisen. Zu gering vorgespannte Speichen werden im Betrieb wechselnd beansprucht, was zu einer Schwächung am Speichenbogen und letztendlich zum Bruch führen kann. Daher ist eine ausreichend hohe und möglichst gleichmäßige Speichenspannung äußerst wichtig, um ein dauerhaltbares Laufrad zu erhalten. Jede Speiche muss also so hoch vorgespannt sein, dass sie im Betrieb niemals vollständig entlastet wird.

Abdrücken der Laufräder:

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Vorbelasten des Laufrades, das auch als „Abdrücken“ bekannt ist. Dieses Belasten des Laufrades führt dazu, dass sich die Speichen  und Nippel richtig setzen, was zu einer Verminderung der Speichenspannung führt. Nach jedem Abdrückvorgang muss das Laufrad erneut zentriert und die Speichenspannung gegebenenfalls erhöht werden. Dieser Arbeitsschritt wird bei uns so oft hintereinander  durchgeführt, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht ist. Binden und Verlöten der Speichenkreuzungen.
Das Binden und Verlöten der Speichenkreuzungen empfehlen wir vor allem den Vielfahrern unter unseren Kunden. Hier werden an den Kreuzungspunkten der Speichen diese mit einem Kupferdraht stramm umwickelt und danach verlötet. Diese Fixierung der Speichen unterbindet unerwünschte Schwingungen und sorgt somit für eine erhöhte Haltbarkeit.

Wahl der Komponenten

Genauso, wie unsere Kompletträder optimal auf ihren Einsatzzweck abgestimmt werden, so werden auch unsere Laufradsätze für ihren Einsatzzweck optimiert. Auch hier steht eine
Fülle an Material zur Verfügung, doch es bedarf einiger Erfahrung, die passenden und sinnvollsten Komponenten zu wählen. Die Wahl der Komponenten hängt z.B. vom Fahrergewicht, Fahrstil, Einsatzzweck, Reifenbreite, Luftdruck, gewünschtes Gewicht des Laufradsatzes, Tubeless-Fähigkeit und natürlich dem Budget etc. ab. Ein sehr leichter Laufradsatz, der für einen
leichten Fahrer ausgelegt ist, ist also in seinem Einsatzbereich genauso haltbar wie ein sehr massiver Laufradsatz am Reiserad oder Downhill-Bike.

Einspeichmuster:

Es existiert eine Fülle von Einspeichmustern, doch technisch gesehen sind eben nur die klassischen Muster sinnvoll, die sich auch schon seit Ewigkeiten bewähren. Daher speichen wir unsere Laufräder fast ausschließlich mit zwei- oder dreifach gekreuzten Speichen ein. Naben mit großen Flanschen, wie z.B. die Rohloff, werden zweifach und Naben mit kleineren Flanschen dreifach gekreuzt eingespeicht. Bei felgengebremsten Vorderrädern ist eine radiale Einspeichung möglich, sofern die Nabe dafür zugelassen ist.

Speichen:

Wir verbauen ausschließlich hochwertige, konifizierte Speichen der Marken DT Swiss und Sapim. Konifizierte Speichen haben ein verjüngtes und daher elastischeres Mittelteil, wodurch sowohl die Felge  als auch die Nabenflansche entlastet werden. Einwirkende Schläge und Lastspitzen werden durch die Elastizität der Speichen gedämpft bzw. geschluckt und nicht direkt an die anderen Komponenten weitergeleitet. Des Weiteren sind dünnere Speichen mehr elastisch gedehnt, weshalb sich die Felge mehr verformen muss, damit eine Speiche komplett entlastet wird.

Belastungsgerechte Einspeichung:

Auf Kundenwunsch bieten wir auch eine belastungsgerechte Einspeichung der Laufräder an. Aufgrund der asymmetrisch angeordneten Flansche der meisten Naben, v.a. bei Hinterradnaben mit Freilaufkörpern und Vorderradnaben mit Disc-Aufnahme, resultieren auf beiden Seiten der Laufräder unterschiedlich hohe Speichenspannungen. So ist es bei Hinterradnaben nicht selten, dass die rechte Seite mit 1100N und die linke mit nur 700N vorgespannt ist. Belastungsgerecht bedeutet nun, auf der höher vorgespannten Seite
stärkere und auf der schwächer vorgespannten Seite dünnere Speichen zu verbauen. So spart z.B. eine Kombination aus Sapim Race (1,8mm) und Sapim Laser (1,5mm) Speichen gegenüber der normalen Einspeichung ca. 50g Gewicht pro Laufradsatz bei nahezu gleichbleibender Steifigkeit und erhöhter Dauerhaltbarkeit (durch höhere Elastizität).

Steifigkeit:

Ein wichtiges Kriterium für die Haltbarkeit eines Laufradsatzes ist auch seine Steifigkeit. Das Bauteil, welches sich am stärksten auf die Steifigkeit auswirkt, ist die Felge. Eine Felge ist dann steif, wenn ihr Profil (Querschnitt) ein großes Flächenträgkeitsmoment aufweist, was sie durch ein großes Volumen, d.h. eine große Höhe und Breite des Profils, erreicht. Genauso wie bei Rahmen, die durch dicke Rohrdurchmesser steifer werden, ist dies auch bei den Felgen zu verstehen. Eine steife Felge kann dann wiederum mit dünneren Speichen kombiniert werden. Durch eine steife Felge erhöht sich somit sowohl die Steifigkeit als auch die Dauerhaltbarkeit des Laufrades. Letzteres auch dadurch, dass eine steife Felge die einwirkenden Kräfte immer auf mehr Speichen verteilt als eine weiche Felge.